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Daten und Fakten

 

Kraft aus der Natur nutzen

Im natürlichen Wasserkreislauf regenerieren sich Flüsse und Seen durch Niederschläge und Schneeschmelze. Unter den klimatischen Voraussetzungen in unserer Gegend ist die Wasserkraft damit unerschöpflich. Während vieler Jahrhunderte wurde die Strömung des Wassers genutzt, um Räder anzutreiben und damit die Kraft zu übersetzen, z.B. in Mühlen.

Die Stromerzeugung durch Wasserkraft begann mit der Entdeckung des elektro-dynamischen Prinzips durch Werner von Siemens im Jahr 1866. Das Wasser treibt Turbinenlaufräder an, die an Generatoren gekoppelt sind. Durch elektromagnetische Induktion entsteht dort Strom. Voraussetzung für die effiziente Stromerzeugung ist nach wie vor die direkte Lage des Kraftwerkes an einem geeigneten Gewässer. Der natürliche Kreislauf des Wassers bleibt ungestört, es wird nur die Kraft des Wasserdrucks genutzt.


Vom Wasser zum Strom

Die Kraftwerkstypen für die Nutzung von Wasserkraft werden durch die Art und Lage des Gewässers bestimmt. Die BEW betreibt ausschließlich Laufwasserkraftwerke – unsere relativ ebene, flussreiche Region bietet dazu beste Voraussetzungen.

Laufwasserkraftwerke sind aufgrund des kontinuierlich fließenden Wassers für den Dauerbetrieb ausgelegt, so dass rund um die Uhr Strom erzeugt werden kann. Unsere Kraftwerke liefern damit gleichmäßig und zuverlässig einen Teil des Grundlaststroms, der von den Abnehmern benötigt wird – das ist der große Vorteil von Wasserkraft gegenüber Strom aus Windkraft oder Photovoltaik.

Ein weiterer Vorteil: Der hohe Wirkungsgrad von nahezu 90% - auch unter ökologischen Aspekten ein wichtiger Pluspunkt.
Laufwasserkraftwerke sind zudem ein Vorbild für Nachhaltigkeit: bei guter Wartung stehen sie oft viele Jahrzehnte im Dienst. Das BEW Wasserkraftwerk in Gersthofen arbeitet sogar als Industriedenkmal noch effizient – seit 1901 läuft der Betrieb, das Kraftwerk wurde dafür mehrfach modernisiert.


Einfache Physik – so funktionieren Laufwasserkraftwerke

Entscheiden für den Leistungsgrad eines Wasserkraftwerkes ist die Fallhöhe und Menge des durchströmenden Wassers. In Laufwasserkraftwerken fällt oberes, fließendes Wasser nach unten auf die Turbinenschaufeln. Die Energie des Wasserdrucks wird von den Turbinen aufgenommen und in Bewegungsenergie umgewandelt, die schließlich die stromerzeugenden Generatoren antreibt.

Die Turbinen müssen in ihrer Bauart auf spezifische Fallhöhen und Wasserdurchflussmengen ausgerichtet sein. In den Kraftwerken der BEW sind überwiegend Kaplanturbinen und Francisturbinen im Einsatz.

Kaplanturbine Mit Kaplanturbinen lassen sich große Wassermengen und geringe Fallhöhen (z.B. an der Donau) effizient nutzen. Der Anstellwinkel der propellerförmigen Flügel lässt sich verändern, um die Turbine an die Wassermenge anzupassen.


Francisturbine Francisturbinen eignen sich für mittlere Wassermengen und mittlere Fallhöhen. Das Laufrad kann über drehbare Schaufeln unterschiedlich eingestellt werden. Die Leistung lässt sich dadurch exakt regulieren.


Kraftwerke und Kraftwerksdaten



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