18. Februar 2014, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH

Besichtigung des Kraftwerks Feldheim

Das Wehr bei Feldheim

10 Studenten des Studiengangs Wassertechnologie erhalten eine "Wasserbauvorlesung vor Ort"

Die Exkursion für die zehn Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf fand am 17.01.2014 statt. Zusammen mit Herrn Dr. Haimerl von der BEW, besichtigte die Gruppe die Kraftwerksanlage Feldheim und die dortige Dammsanierung. Die Studenten erhielten einen umfassenden Einblick in den Aufbau und die Funktion der Anlagenteile des Kraftwerks und der Wehranlage.

 

Das Kraftwerk

Das Kraftwerk ist als Teil der Stauanlage Bestandteil des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes zur Sohl- und Grundwasser-Stabilisierung (Verhinderung der Eintiefung des Lechs). Gleichzeitig erzeugt es regenerativen und umweltfreundlichen Strom durch einen Schwellbetrieb. Die Anlage besteht neben dem Wasserkraftwerk aus Wehren, Stauhaltungsdämmen und einem Grabensystem zur Hinterlandentwässerung.

Die Anforderungen an den Schwellbetrieb haben sich im Zuge der Energiewende verändert. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Anlagen zur regelmäßigen Abdeckung von Verbrauchsspitzen am Morgen, Mittag und Abend konzipiert. Heute werden Wasserkraftanlagen wie die in Feldheim zunehmend zum kurzfristigen Ausgleich von Schwankungen bei der Wind- und Solarstromerzeugung genutzt.

 

Die Dammsanierung - Warum und wie?  

Bei der Sanierung wird die Betondichtung auf der Dammböschung mit undurchlässigen Matten verstärkt. Zusätzlich werden ein sogenannter Erosionsschutzfilter und ein Auflastfilter zum kontrollierten Abfluss von Sickerwasser an der landseitigen Böschung eingebaut. Ebenso werden die Dämme etwas erhöht, um mehr Sicherheit für künftige, höhere Hochwasserabflüsse zu schaffen. Die Folge sind steilere Dammböschungen, da die Kronenwegbreite erhalten werden muss und die Dämme am Fuß nicht verbreitert werden können (z.B. wegen der Fahrwegbreite oder Grundstücksgrenzen). Zudem wird die Uferstruktur durch die neue Steinschüttung verbessert. So werden auch bessere und abwechslungsreiche Bedingungen für Fische und andere Kleinlebewesen im Lech geschaffen.