16. Juni 2015, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH

Freie Bahn für Fische

Kraftwerk Ellgau

Studentengruppe besucht BEW-Wasserkraftwerke – Projektarbeit zum Thema Fischwanderhilfe

Ökologische Nachhaltigkeit und ökonomischer Nutzen lassen sich sehr wohl unter einen Hut bringen. 36 Sechstsemester-Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die vor kurzem die Wasserkraftwerke von Ellgau bis Feldheim am unteren Lech besuchten, sind davon felsenfest überzeugt. Die zukünftigen Landschafts-
architekten machten sich daher auch eifrig an die Arbeit, als es galt, Daten für eine Projektarbeit zu erheben: Aufgeteilt in mehrere Kleingruppen, sammelten sie Material um verschiedene Alternativen für so genannte Fischwanderhilfen zu entwerfen.

Betreut wurden die Studenten von den Professoren Christoph Moning und Frieder Luz. Beide unterrichten an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf an der Fakultät für Landschaftsarchitektur. Als Ansprechpartner für alle Fragen rund um Fischwanderhilfen stand den jungen Leuten der Fischbiologe und Gewässerökologe Dr. Manfred Holzner Rede und Antwort.

Die Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Landschaftsarchitektur und der BEW läuft mittlerweile seit vier Jahren. Der Nutzen ist beiderseitig. Die Studenten erhalten einen praxisnahen Einblick, wie sich Naturschutz und Ökologie in Einklang bringen lassen. Die BEW profitiert von der potenziellen Multiplikatorenfunktion der Professoren und Studenten und von dem wissenschaftlichen Austausch.

Fischwanderhilfen – kurz und bündig

Hintergrund: Fischwanderhilfen sind künstlich errichtete Umgehungsbäche. Sie ermöglichen Fischen und anderen Wasserlebewesen freie Schwimmwege – trotz Wasserkraftwerken und Staustufen. Die BEW engagiert sich bereits seit Jahren in dieser Form des Naturschutzes an den Gewässern, an denen sie Wasserkraftwerke betreibt.

Beispiel Wertach: Allein an diesem Fluss sind fünf BEW-Wasserkraftwerke in Betrieb. Dank der Fischwanderhilfen, die BEW-Ingenieure dort gebaut haben, können die Wasserbewohner die Wertach auf einer Länge von insgesamt 22 Kilometern ungehindert durchschwimmen.