12. August 2015, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH

Gesundheits-Check auf Herz und Nieren

Revisionsarbeiten im Kraftwerk Gundelfingen

BEW bringt die beiden Kaplan-Turbinen des Kraftwerks Gundelfingen wieder auf Vordermann

Wer 50 Jahre lang Vollgas gibt, sollte sich unbedingt einmal auf den Prüfstand stellen lassen. Die Rede ist hier allerdings von keinem menschlichen Mitarbeiter, sondern von zwei Kaplan-Turbinen, die im BEW-Kraftwerk Gundelfingen schon seit einem halben Jahrhundert Strom erzeugen, rund um die Uhr, 365 Tage pro Jahr. Knapp zwei Jahre benötigen die BEW-Experten, um die beiden Maschinen wieder auf Vordermann zu bringen. Die erste der beiden Turbinen ist bereits im Juli 2015 wieder erfolgreich ans Netz gegangen. In diesem Herbst beginnt nun die Revision der zweiten Turbine im Kraftwerk Gundelfingen. Gerundete 3,5 Millionen Euro lässt sich das Unternehmen insgesamt den Gesundheitscheck auf Herz und Nieren kosten.

Die Revisionsarbeiten im Einzelnen: Die BEW-Fachleute erneuerten die Turbinensteuerung, den Turbinenregler und den Turbinenschutz, sie modernisierten die Leittechnik, sie reinigten den Generator, sie prüften und überholten die Turbinenlager, den Leitapparat und das Laufrad. Außerdem brachten sie die Fernüberwachung, die von der Zentralwarte in Gersthofen aus gesteuert wird, wieder auf den neuesten Stand der Technik.

Topfit für die nächsten 50 Jahre

Die erste der beiden Kraftpakete ist wieder topfit und bereit für neue Höchstleistungen – im Idealfall wieder für die nächsten 50 Jahre.

Hintergrund: Das Wasserkraftwerk Gundelfingen ist eines von 36 Wasserkraftwerken, für die die BEW verantwortlich ist. Die beiden Kaplan-Turbinen erzeugen jährlich rund 42600 Megawattstunden Strom.

Mehr Infos zu den BEW-Wasserkraftwerken, mit welchen Turbinen sie Strom erzeugen, und wie sie funktionieren, finden Sie hier.