29. November 2016, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH

Erster Feldversuch im Projekt LINDA

Logo Projekt LINDALässt sich im Falle eines Stromausfalls die lokale Stromversorgung allein mit erneuerbaren Energien wiederaufbauen? Und wenn ja, wie? Um genau diese Frage geht es im Pilotprojekt „LINDA". Zusammen mit sieben weiteren Kooperationspartnern setzen LVN und BEW dieses Projekt in der Gemeinde Niederschönenfeld um, mit dem Ziel einen Beitrag zur lokalen und regionalen Versorgungssicherheit zu leisten.

Nach Monaten der Vorbereitung fand im September 2016 der erste von insgesamt drei Feldversuchen statt: Das Wasserkraftwerk Feldheim, das Pumpenwerk des Zweckverbands Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WfW) in Genderkingen und eine Biogasanlage in Niederschönenfeld wurden vom Stromnetz abgekoppelt und ein Inselnetz mit den beiden Erzeugungsanlagen und dem Pumpenwerk als Verbraucher aufgebaut. Daher auch der Projektname: LINDA steht für Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen.

Während des ersten Versuchs waren rund 30 Mitarbeiter aus dem Projektteam vor Ort im Einsatz und überwachten den Ablauf. Was an diesem Tag genau geschah, zeigt Ihnen der Film, den Sie im unten auf dieser Seite finden.

Im zweiten Feldversuch 2017 wird der Inselnetzbetrieb auf die Ortsnetzstationen in Niederschönenfeld und damit auf alle privaten Haushalte und die dort angeschlossenen Photovoltaikanlagen ausgeweitet. Im abschließenden dritten Versuch soll dann das nächstgelegene Kraftwerk Rain angekoppelt werden, um nachzuweisen, dass mit LINDA mehrere Kraftwerke und Verbraucher zusammengeschaltet und gemeinsam stabil betrieben werden können.

LINDA wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und von der Hochschule Augsburg und der TU München wissenschaftlich begleitet.

 

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