26. September 2017, Bayerische Elektrizitätswerke GmbH

Uferaufweitung mit Bootsanlegestelle, Öko-Damm und Ölsperre:

Bayerische Elektrizitätswerke haben an der Staustufe Donauwörth umfassendes Maßnahmenpaket umgesetzt

  • Zusammenarbeit mit Einsatzkräften, Kommunen und Landkreis
  • Finanzierung durch LEW-Ökostromprodukt

Norbert Schürmann DonauwörthAn der Staustufe in Donauwörth hat die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ein umfassendes Maßnahmenpaket umgesetzt. Auf der Nordseite der Donau hat der Wasserkraftwerksbetreiber im Rahmen einer Aufweitung das Ufer zugänglicher gemacht und eine Bootsanlegestelle errichtet. Begleitend dazu wurde ein Teil des Damms mit sogenannten Öko-Bermen naturnah umgebaut. Für Einsatzkräfte hat BEW außerdem eine Verankerung für eine Ölsperre errichtet, die im Fall eines Ölunfalls die weitere Verschmutzung des Flusses verhindert. LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann, Landrat Stefan Rößle und Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert haben das Projekt nun offiziell vorgestellt. Finanziert wird das Maßnahmenpaket über den Förderfonds des Ökostromprodukts LEW Strom Aqua Natur.

„Wir wollen Vorbild für die Wasserkraftnutzung der Zukunft sein. Voraussetzung dafür ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kommunen, Behörden, Naturschutz, Fischerei und Einsatzkräften“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „Bei der Umsetzung der Maßnahmen in Donauwörth hat diese Zusammenarbeit hervorragend funktioniert. Mit neuen Ideen und Konzepten können wir die nachhaltige Wasserkraft so gemeinsam voranbringen.“

Mit der neuen Anlegestelle können Boote nun direkt vom Bootsanhänger zu Wasser gelassen werden. Die Donau ist dadurch besser erreichbar, wovon zum Beispiel Einsatzkräfte, wie THW oder Wasserwacht, aber auch Fischerei oder Bootsfahrer profitieren. Beim Bau der Bootsanlegestelle wurden außerdem die Ufer aufgeweitet, sodass der Bereich an Land und im Fluss nun zugänglicher ist. Dort entstanden Flachwasserbereiche, die die Donau als Naherholungsziel noch attraktiver machen.

An derselben Stelle hat BEW auf einer 20 Meter langen Musterstrecke auch eine sogenannte Öko-Berme eingebaut. Dabei handelt es sich um eine ökologische und innovative Art der Dammsanierung, die den Hochwasserschutz verbessert und gleichzeitig ökologisch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen schafft. BEW hat den Damm auf der Wasserseite verbreitert und dort neue naturnahe Uferstrukturen gestaltet sowie Wasserbausteine und Totholz eingebracht.

Als dritte Maßnahme hat BEW an der Staustufe auch einen Haltepunkt für die Einbringung einer sogenannten Ölsperre verankert. Eine Ölsperre ist eine spezielle Vorrichtung, die im Fall eines Ölunfalls die weitere Verschmutzung des Flusses verhindert. Sie besteht häufig aus einem Polyester-Gewebe und wird von der Feuerwehr eingebracht. Damit die Einsatzkräfte ihre Ölsperren möglichst schnell einbringen können, hat BEW am Ufer eine Ankerplatte aus Beton mit einer Öse gesetzt. Daran können Ölsperren unkompliziert befestigt werden.

„Unsere Einsatzkräfte verfügen nun über eine gute und vor allem schneller nutzbare Einsetzstelle für ihre Boot, um Menschenleben zu retten oder die Umwelt zu schützen“, sagt Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert. „Diese Maßnahme ist ein weiterer Baustein der Aufwertung des Donauareals: Hier vor Ort wird die Donau erlebbarer – angefangen vom Alten Donauhafen, über die neue Bootsanlegestelle bis hin zu den weiteren Maßnahmen, die wir im Gesamtareal für die kommenden Jahre planen.“

BEW hat das Konzept gemeinsam mit den Einsatzkräften der Landkreise und Kommunen entwickelt. Bewährt sich das Pilotprojekt, könnte es so auch an anderen Donaustaustufen umgesetzt werden.

„Das Maßnahmenpaket an der Staustufe Donauwörth hat Vorbildcharakter: BEW hat in konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Beteiligten den Stausee im Sinne des Naturschutzes und der Fischerei aufgewertet und gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit der Bürger geleistet“, sagt Stefan Rößle, Landrat des Landkreises Donau-Ries. „Maßnahmen wie diese sind sicher auch für weitere Abschnitte der Donau interessant.“

Die Gesamtkosten der Bootsanlagestelle mit Öko-Berme und Ölsperre belaufen sich auf etwa 20.000 Euro. Das Maßnahmenpaket wird über den Förderfonds des Ökostromprodukts LEW Strom Aqua Natur finanziert. Hier investiert LEW pro abgeschlossenem Vertrag monatlich einen Euro in die Förderung regionaler Naturschutzprojekte. Zusätzlich fließt ein fixer Anteil des Verbrauchspreises in einen Förderfonds zur Entwicklung neuer Formen der Energieerzeugung aus regenerativen Energien.

„Mit LEW Strom Aqua Natur unterstützen unsere Kunden regenerative Energien und fördern gleichzeitig Umweltprojekte in der Region“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „In der Region konnten wir hiermit bereits viele regionale Naturschutzprojekte realisieren. Wir sind stolz, dass mit der Bootsanlegestelle, der Öko-Berme und der Ölsperre hier in Donauwörth ein weiteres Projekt hinzukommt.“

Das Kraftwerk Donauwörth gehört zu den vier leistungsstarken Donaukraftwerken der Mittleren Donau Kraftwerke AG (MDK). Die Wasserkraftwerke Dillingen, Höchstädt, Schwenningen und Donauwörth erzeugen jährlich rund 215 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Mit dieser Menge können über 61.000 Haushalte das ganze Jahr über mit elektrischer Energie versorgt werden. Die MDK gehört zu 60 Prozent der Rhein-Main-Donau AG (RMD), München, und zu 40 Prozent der Lechwerke AG. Die Wasserkraftwerke werden von BEW betrieben und von deren Zentralwarte in Gersthofen bei Augsburg aus ferngesteuert.

Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG. BEW unterhält und betreibt 36 Wasserkraftwerke an Donau, Günz, Iller, Lech und Wertach und gehört damit zu den führenden Wasserkraftwerksbetreibern in Bayern. Das Unternehmen erzeugt jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom aus regenerativer Wasserkraft. BEW beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Der Unternehmenssitz liegt in Augsburg. Weitere Informationen unter www.bew-augsburg.de.

 

Downloads und Links

 

Bildunterschrift: Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert, Landrat Stefan Rößle und LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann stellen die neue Bootsanlagestelle an der Staustufe Donauwörth vor.
Bildnachweis: LEW / Christina Bleier