Ökoberme an der Donau

Donauufer

Im Mittelpunkt des EU-geförderten Projekts INADAR (Innovative approach for dam restoration) steht der Einbau von sogenannten „Öko-Bermen“. Die Dämme werden auf diese Weise saniert und der Hochwasserschutz verbessert. Gleichzeitig entstehen durch die naturnahe Gestaltung der Uferbereiche neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Im Rahmen des Projekts werden im Stau bereich der Donaukraftwerke Oberelchingen und Offingen jeweils 500 Meter lange Pilotstrecken gebaut. Zusätzlich wird BEW die bestehende Musterstrecke an der Staustufe Günzburg zu einer Pilotstrecke erweitern. 

Alles im Fluss: Das Prinzip der Öko-BermeGrafik zu Öko-Berme

Bei dem bisher üblichen Vorgehen wurde der Damm auf der Landseite verbreitert und erhöht. Mit Hilfe von Öko-Bermen erfolgt die Dammsanierung dagegen direkt am Ufer. Dabei werden Wurzelschutzmatten in das Ufer gelegt und darauf eine Deckschicht aus Kies geschüttet. Dadurch lässt sich der Damm verbreitern und erhöhen.

Der ökologische Aspekt: Mit Hilfe von Totholz und Wasserbausteinen entstehen auf den Sedimenten naturnahe Strukturen und damit wertvolle neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Vorteile

  • Kein Flächenverbrauch an Land: Der Auwald wird geschont und landwirtschaftliche Flächen nicht beeinträchtigt. 
  • Die Ufer im Staubereich werden ökologisch auf gewertet

Ablauf und Ziele

Der Bau der Pilotstrecken startet im Herbst 2016 und dauerte bis Frühjahr 2018. Die Evaluation der Öko-Bermen durch die Universität Innsbruck läuft bis Anfang 2019. Das INADAR-Projekt verfolgt mehrere Ziele: 

  • effiziente Sanierung und Erhöhung von Dämmen  ökologische Verbesserung der Ufer im Staubereich
  • Vermeidung von Eingriffen in bestehende wertvolle Auwälder 
  • Vereinfachung von Genehmigungsprozessen durch Entwicklung eines Leitfadens für Öko-Bermen
  • Übertragung des Ansatzes auf andere europäische Flüsse  

Fische "Nasen beim Laichen"

Musterstrecken bereits erfolgreich erprobt

Das Prinzip der Öko-Bermen hat sich bereits bewährt. Das zeigen erste Ergebnisse an den rund 20 Meter langen Musterstrecken bei Leipheim, Günzburg und Offingen. Dort sind natürliche Lebensräume für Pflanzen und zahlreiche Tierarten entstanden, etwa für Libellen, Ringelnattern, Haubentaucher oder Eisvögel. Auch für Jungfische bieten die Öko-Bermen ein ideales Habitat.   

 

BEW schließen Baumaßnahmen in Oberelchingen und Offingen ab

Staustufe OberelchingenAnfang Mai wurden die Baumaßnahmen im Projekt INADAR an der Donau offiziell abgeschlossen. Lesen Sie dazu auch unsere Pressemeldung. Sabine Krätschmer, stellvertretende Landrätin des Landkreises Neu-Ulm, Markus Ferber, Europaabgeordneter und CSU-Bezirksvorsitzender, Prof. Dr. Frank Pöhler, BEW-Geschäftsführer, Norbert Schürmann, LEW-Vorstandsmitglied, und Dr. Georgios Stamatelopoulos, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Obere Donau Kraftwerke AG (ODK), stellten die Öko-Bermen an der Staustufe Oberelchingen vor.

Unterstützer

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie | Bayerisches Landesamt für Umwelt | Regierung von Schwaben | Landkreise Günzburg und Neu-Ulm | Wasserwirtschaftsamt Donauwörth | Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben | Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. | Arbeitsgemeinschaft Alpine Wasserkraft

 

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