Umbau Dotationsturbine an den Iller-Kraftwerken

Umbau DotationsturbineUm künftig auch bei niedrigen Wasserführungen eine ausreichende Restwasserabgabe an der Iller zu gewährleisten investieren die Bayerischen Elektrizitätswerke in den kommenden Jahren über 6 Millionen Euro in die Modernisierung des Maschinenparks in den Kraftwerken Legau (Illerstufe 6), Fluhmühle (Illerstufe 5) und Maria Steinbach (Illerstufe7).

Auch in trockenen Monaten muss gewährleistet sein, dass mindestens 9 m³
Restwasser abgegeben werden. In den 1940er Jahren, als diese Kraftwerke
gebaut wurden, war noch ein weitreichender Schwellbetrieb üblich, um den
gewonnenen Strom bei Zeiten hoher Nachfrage zu verwerten.

Leider ist die kontinuierliche Restwasserabgabe mit dem damals eingebauten Turbinentyp (Straflo) nicht möglich. Diese Maschinen haben nur einen sehr geringen Durchflussbereich mit sinnvollem Wirkungsgrad.

Eine weitere Forderung ist es, dass die Restwasserabgabe energetisch verwertet werden muss. Dies ist zum einen eine behördliche Vorgabe, aber auch aus ökologischen Gesichtspunkten in Zeiten der Energiewende unumgänglich.

Bereits im Jahr 2010 beauftragte die Geschäftsleitung der BEW eine Projektgruppe mit einer Machbarkeitsstudie um die Auswirkungen verschiedener Ausbauszenarien zu untersuchen, zu bewerten und am Markt anzufragen. 

Im Jahr 2014 wurde die Firma Andritz Hydro mit der Lieferung von 3 Kegelradrohrturbinen samt Synchrongeneratoren für die Kraftwerke Legau, Fluhmühle und Maria Steinbach beauftragt. Dieser Maschinentyp ermöglicht es, künftig an den Kraftwerken ein Wasserdargebot zwischen 9 und 80 m³ effektiv zu nutzen und CO² freien Strom zu produzieren.

Die vor wenigen Jahren erneuerten Drosselklappen können erhalten bleiben und die baulichen Eingriffe werden auf ein notwendiges Minimum reduziert.

 

Das Bild zeigt die Demontage der alten Maschine 4 in Legau aus dem Jahr 1944.